Ziele
Seit dem 01.01.2007 können die Kommunen in Bayern wählen, ob sie ihren Haushalt nach den Vorschriften der Kameralistik oder der Kommunalen Doppik führen. Dem Prinzip des "Neuen Steuerungsmodells" folgend, soll künftig in beiden Systemen von der reinen Verwaltungssteuerung nach Ausgabeermächtigungen auf eine Steuerung der angestrebten Ergebnisse umgestellt werden.
Zu dieser neuen Verwaltungssteuerung gehören als wesentliche Elemente:
- Darstellung der Verwaltungsleistungen als Produkte
- Dezentralisierung der Bewirtschaftungskompetenz
- Vollständige Erfassung des Vermögens und der Schulden
- Budgetierung der bereitgestellten Ressourcen nach Aufgabenbereichen
- Aufgaben- und Ressourcenverantwortung in einer Hand
- Vollständige Erfassung und Steuerung des Zu- und Abgangs von Ressourcen
- Kosten- und Leistungsrechnung (KLR)
- Steuerung mit Zielen und Kennzahlen
Die Kameralistik erscheint nur bedingt geeignet, um diese Ziele zu erfüllen. Durch die Fixierung auf Geldflüsse weist sie außerdem grundlegende Mängel auf:
- keine Informationen über nicht-zahlungswirksame Vorgänge (Abschreibungen und Rückstellungen)
- keine Bestandsrechnung über Vermögen und Schulden
- kein vollständiges Abbild der finanziellen Lage einer Kommune
Die Kommunale Doppik mit ihrer sogenannten "Drei-Komponenten-Rechnung" überwindet diese Schwächen.
NKFW-Netzwerk Bayern
Ziel dieser Plattform ist es, für die Kommunen in Bayern und darüber hinaus Synergien bei der Vorbereitung, Umsetzung und Anwendung des neuen kommunalen Finanzwesens zu erzielen.
Das NKFW Netzwerk Bayern soll eine praktische Hilfe zum Neuen Kommunalen Finanzwesen sein. Anregungen oder Wünsche hierzu können Sie uns jederzeit per eMail mitteilen.
